Topqualität in Rheinhessen war früher reduziert auf wenige Weinorte am Rhein, auf Nierstein, Nackenheim und Oppenheim. Doch dann machte ein Winzer im «Hinterland», in Flörsheim-Dalsheim, deutlich, dass es nicht der Nähe zum grossen Strom bedarf, um grosse Weine zu erzeugen.

Klaus Keller und seine Frau Hedi wurden im genialen Zusammenspiel zu Vorreitern, die etliche Winzer mitrissen und dem Gebiet zu einer neuen Identität verhalfen.

Ist es möglich, dass ein einziger Schluck der Sortenkreuzung Rieslaner sowohl den Lebensweg zweier Menschen als auch langfristig die Geschichte eines Weingutes sowie sogar einer ganzen Region massgeblich beeinflusst? Zumindest in einem Fall war das so.

Im Jahr 1971 kam eine Besuchergruppe der Technikerschule Bad Kreuznach nach Flörsheim-Dalsheim. Dort war Jungwinzer Klaus Keller (damals 22 Jahre alt) gerade in den Betrieb von Vater Erwin eingestiegen, nachdem er nach seiner Ausbildung bei Bercher in Burkheim (Kaiserstuhl) und der Weinbauschule Oppenheim noch die Technikerschule beendet hatte. Keller schenkte den Gästen eine Auslese des Kindes von Riesling und Silvaner ein und bemerkte, dass der Wein einer jungen, bildhübschen Frau von der Mosel besonders schmeckte.

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